Haselnusscreme selber machen mit gerösteten Nüssen

Selbstgemachte Haselnusscreme in einem Hörnchen, daneben ein Glas mit der Creme und weitere Hörnchen.

Geschrieben von

Jasmin Stein

Veröffentlicht am

23. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

Eine selbst gemachte Haselnusscreme schmeckt intensiver nach gerösteten Nüssen, lässt sich weniger süß zubereiten und kommt ganz ohne Palmöl aus. Ich zeige dir, wie du aus wenigen Zutaten einen cremigen Brotaufstrich machst, welches Gerät dafür wirklich nötig ist und warum Geduld beim Mixen den größten Unterschied macht.

Die wichtigsten Punkte für cremigen Haselnussaufstrich

  • 200 g Haselnüsse ergeben etwa ein mittelgroßes Glas Aufstrich.
  • Rösten bei 170 °C bringt das entscheidende nussige Aroma.
  • Für eine glatte Konsistenz brauchst du einen leistungsfähigen Mixer und etwas Zeit.
  • Zartbitterschokolade sorgt für weniger Süße und einen kräftigen Geschmack.
  • Im Kühlschrank hält sich die Creme meist 2 bis 3 Wochen.

Ein Glas Haselnusscreme, Löffel mit Creme, Toast mit Creme und Nüssen, Tasse und Obstschale. Perfekt, um Haselnusscreme selber machen zu inspirieren.

Diese Zutaten machen den Unterschied

Für mein Grundrezept verwende ich möglichst wenige Zutaten. Die gerösteten Haselnüsse liefern das Aroma, während Schokolade, Kakao und Öl für Geschmack und eine streichfähige Konsistenz sorgen.

Zutat Menge Funktion
Haselnüsse 200 g Basis und natürlicher Nussgeschmack
Zartbitterschokolade 100 g Schokoladengeschmack und Bindung
Ungesüßtes Kakaopulver 20 g Mehr Tiefe und Farbe
Puderzucker 50 bis 70 g Süße ohne Körnigkeit
1 bis 2 EL Glattere, weichere Konsistenz
Salz und Vanille je eine Prise Rundet den Geschmack ab

Bei der Schokolade nehme ich am liebsten eine Sorte mit 60 bis 70 Prozent Kakao. Vollmilchschokolade funktioniert ebenfalls, macht den Aufstrich aber deutlich süßer. Als Öl eignen sich Rapsöl oder Sonnenblumenöl mit neutralem Geschmack; Kokosöl wird im Kühlschrank fester und verändert dadurch die Konsistenz.

Haselnusscreme selber machen Schritt für Schritt

1. Nüsse rösten

Heize den Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vor. Verteile die Haselnüsse auf einem Blech und röste sie etwa 10 bis 12 Minuten. Sie sollen kräftig duften und leicht gebräunt sein, aber nicht dunkel werden, denn verbrannte Nüsse schmecken bitter.

Gib die heißen Nüsse anschließend in ein sauberes Geschirrtuch und reibe sie kräftig aneinander. So löst sich ein großer Teil der dünnen Haut. Ein paar Reste sind kein Problem. Ich entferne die Haut nicht pedantisch, weil der Geschmack wichtiger ist als eine makellose Optik.

2. Nüsse zu Mus mixen

Lass die Nüsse fünf Minuten abkühlen und gib sie in einen leistungsfähigen Mixer oder eine Küchenmaschine. Zuerst entstehen grobe Krümel, danach eine zähe Paste und schließlich ein glänzendes Haselnussmus. Dieser Vorgang dauert je nach Gerät etwa 5 bis 10 Minuten.

Schalte das Gerät zwischendurch aus und schiebe die Masse mit einem Spatel von den Seiten nach unten. Kurze Pausen verhindern, dass der Motor überhitzt. Wenn die Nüsse sehr trocken sind, hilft bereits ein Esslöffel neutrales Öl.

3. Schokolade schmelzen und einarbeiten

Hacke die Schokolade klein und schmelze sie langsam über einem Wasserbad. Das Wasser sollte nur heiß sein und nicht sprudelnd kochen. Sobald die Schokolade glatt ist, gib sie zusammen mit Kakao, Puderzucker, Salz und Vanille zum Nussmus.

Mix alles noch einmal 1 bis 2 Minuten, bis eine gleichmäßige Creme entsteht. Probiere sie danach und passe die Süße an. Mehr Puderzucker macht sie milder, eine zusätzliche Prise Salz verstärkt dagegen den Schokoladengeschmack, ohne dass der Aufstrich salzig schmeckt.

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4. Abfüllen

Fülle die noch flüssige Creme in ein sauberes, trockenes Schraubglas. Beim Abkühlen wird sie fester. Wenn du eine besonders glatte Oberfläche möchtest, klopfe das Glas vorsichtig auf die Arbeitsplatte, damit eingeschlossene Luftblasen entweichen.

So passt du Geschmack und Konsistenz an

Die Grundrezeptur lässt sich leicht verändern. Entscheidend ist, dass du Zutaten mit hohem Wasseranteil wie Milch oder Sahne nur dann verwendest, wenn du den Aufstrich schnell verbrauchst. Wasser verkürzt die Haltbarkeit deutlich und kann die Creme instabil machen.

Wunsch Anpassung Ergebnis
Weniger süß 70 % Zartbitterschokolade und nur 40 g Puderzucker Kräftiger, herber Geschmack
Besonders nussig Schokolade auf 70 g reduzieren Mehr Röstaroma und weniger Süße
Vegan Pflanzliche Schokolade verwenden Komplett pflanzlicher Aufstrich
Weicher aus dem Kühlschrank Rapsöl statt Kokosöl verwenden Besser streichfähig
Knuspriger Biss 20 g grob gehackte Nüsse unterheben Leichter Crunch

Für eine mildere Variante kannst du einen Teil der Haselnüsse durch Mandeln ersetzen. Das schmeckt weniger intensiv, ist aber interessant, wenn dir reine Haselnusscreme zu kräftig ist. Bei einer Nussallergie solltest du nicht einfach auf eine andere Nusssorte ausweichen, sondern die individuelle Verträglichkeit sicher abklären.

Wer keinen starken Mixer besitzt, kann fertiges Haselnussmus verwenden. Das spart Zeit und liefert oft ein zuverlässigeres Ergebnis als ein überfordertes Haushaltsgerät. Die Schokolade wird dann nur geschmolzen und mit den übrigen Zutaten verrührt.

Diese Fehler machen die Creme körnig oder bitter

Der häufigste Fehler ist zu kurzes Mixen. Die Nüsse sehen lange trocken aus, obwohl sie kurz davor sind, ihr eigenes Öl freizugeben. Geduld ist hier wichtiger als zusätzliche Flüssigkeit. Öl solltest du erst ergänzen, wenn die Masse trotz gründlichem Mixen sehr fest bleibt.

  • Zu heiß geröstet: Dunkle oder schwarze Stellen führen zu bitterem Geschmack.
  • Zu viel Öl: Die Creme wird schmierig und schmeckt weniger intensiv nach Nuss.
  • Kristallzucker verwendet: Er löst sich schlecht und kann sandig wirken.
  • Schokolade überhitzt: Sie kann klumpen oder einen stumpfen Geschmack bekommen.
  • Zu kleine Menge gemixt: Viele Geräte greifen einzelne Nüsse nicht gut. Dann hilft eine etwas größere Portion.

Wenn die Creme nach dem Abkühlen zu fest ist, rühre einen Teelöffel Öl unter und lass sie kurz bei Raumtemperatur stehen. Ist sie zu flüssig, hilft etwas geschmolzene Schokolade, die beim erneuten Abkühlen wieder bindet.

Aufbewahrung und Verwendung im Alltag

Fülle den Aufstrich in ein sauberes Glas und bewahre ihn gut verschlossen im Kühlschrank auf. Eine Creme ohne Milch oder Sahne hält sich dort meist 2 bis 3 Wochen. Verwende immer einen sauberen Löffel und entsorge den Aufstrich, wenn er ungewöhnlich riecht, Schimmel zeigt oder deutlich bitter geworden ist.

Im Kühlschrank wird die Masse fester als gekaufte Nuss-Nougat-Creme. Nimm sie deshalb etwa 15 bis 20 Minuten vor dem Frühstück heraus. Bei Raumtemperatur wird sie wieder streichfähig, ohne dass du zusätzlich Öl einrühren musst.

Auf Brot und Brötchen ist der Aufstrich natürlich am naheliegendsten. Ich verwende ihn außerdem gern für Porridge, Pancakes, Bananenbrot oder als Füllung für Crêpes. Für Desserts lässt er sich mit etwas warmer Milch oder Pflanzendrink zu einer schnellen Sauce verrühren.

Ein kleines Glas, das sich vielseitig einsetzen lässt

Der beste Grund für die hausgemachte Variante ist für mich die Kontrolle. Du bestimmst selbst, wie süß, schokoladig und nussig sie wird, und kannst die Rezeptur an dein Frühstück oder an ein Dessert anpassen.

Starte beim ersten Versuch mit der Grundmenge und ändere erst danach einzelne Zutaten. So erkennst du schnell, ob dir mehr Kakao, weniger Zucker oder ein kräftigeres Röstaroma gefällt. Genau diese kleine Anpassungsfreiheit macht den Aufstrich zu einem Küchenbasic, der nicht nach jedem Rezept gleich schmecken muss.

Häufig gestellte Fragen

Röste 200 g Haselnüsse bei 170 °C Ober- und Unterhitze etwa 10 bis 12 Minuten. Sie sollen duften und leicht gebräunt sein, aber keine dunklen oder schwarzen Stellen haben, da diese bitter schmecken können.

Du brauchst einen leistungsfähigen Mixer oder eine Küchenmaschine. Mixe die Nüsse 5 bis 10 Minuten, bis aus Krümeln erst eine Paste und dann glänzendes Haselnussmus entsteht. Unterbrich den Vorgang gelegentlich und schiebe die Masse mit einem Spatel nach unten, damit der Motor nicht überhitzt.

Eine Creme ohne Milch oder Sahne hält sich gut verschlossen im Kühlschrank meist 2 bis 3 Wochen. Verwende immer einen sauberen Löffel und entsorge sie bei ungewöhnlichem Geruch, Schimmel oder deutlich bitterem Geschmack.

Bei zu fester Creme kannst du einen Teelöffel neutrales Öl unterrühren und sie kurz bei Raumtemperatur stehen lassen. Ist sie zu flüssig, bindet etwas geschmolzene Schokolade die Creme beim erneuten Abkühlen. Rapsöl bleibt im Kühlschrank streichfähiger als Kokosöl.

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Mein Name ist Jasmin Stein und ich blicke auf eine siebenjährige Erfahrung im Bereich genussvoller Ernährung zurück. Meine Leidenschaft für gesunde und schmackhafte Rezepte hat mich dazu inspiriert, mein Wissen zu teilen und anderen zu helfen, eine ausgewogene Ernährung zu genießen. Ich liebe es, komplexe Themen rund um Ernährung verständlich zu erklären und praktische Tipps zu geben, wie man gesunde Mahlzeiten in den Alltag integrieren kann. In meinen Beiträgen auf foodlie.de konzentriere ich mich darauf, aktuelle Trends und wissenschaftlich fundierte Informationen zu beleuchten, während ich gleichzeitig darauf achte, dass alles nachvollziehbar und ansprechend bleibt. Ich überprüfe sorgfältig meine Quellen und vergleiche verschiedene Ansätze, um sicherzustellen, dass ich meinen Leserinnen und Lesern nützliche und präzise Inhalte bieten kann. Mein Ziel ist es, die Freude an der Ernährung zu fördern und ein Bewusstsein für die vielen Möglichkeiten zu schaffen, die uns eine genussvolle und gesunde Lebensweise bietet.

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